Technologie strukturiert unsere sozialen Gefüge oft neu, und das nicht immer zum Besseren. Freundschaft ist dafür ein großartiges Beispiel.
Social Media begann als eine Reihe von Plattformen, die uns digital verbinden sollten, aber sie haben sich auf eine Art und Weise entwickelt, die die Definition von „Freund“ verwässert, indem sie diese mit dem Konzept der „Follower“ vermischt.
Nehmen wir Instagram: Es ist heutzutage eine verwirrende Plattform. Anstatt nur Ihren echten Freunden zu folgen, folgen Sie wahrscheinlich auch Prominenten, Marken, Nachrichtenportalen und Politikern. Dies verursacht den sogenannten Connection Bloat, ein Phänomen, bei dem die Anzahl der Konten, denen man folgt, im Laufe der Zeit stetig zunimmt. Dies wiederum verschlechtert das soziale Erlebnis auf Instagram, da die Inhalte zu unterschiedlich und zu unübersichtlich werden.
Der durchschnittliche Instagram-Nutzer folgt 675 anderen Konten. Diese Zahl ist seit dem Start von Instagram im Jahr 2010 deutlich gestiegen und hat sich seit 2015, als sie noch auf 292 geschätzt wurde, fast verdoppelt. Das sind viel zu viele.
Dies ist das Paradoxon im Kern des Designs von Social-Media-Plattformen: Ihre technischen Grenzen treiben die Zunahme an Verbindungen weit über das normale menschliche Maß hinaus. Der Forscher Christian Maier bezeichnete diese negative Assoziation mit sozialen Netzwerken in einer Studie aus dem Jahr 2015 als „Social Overload“ (soziale Überlastung).
Meta, die Muttergesellschaft von Instagram, scheint dies zu verstehen. Im Laufe der Jahre hat das Unternehmen eine Reihe neuer Funktionen eingeführt, die darauf abzielen, intimere Zonen der Verbundenheit zu schaffen. Auch die Nutzer haben darauf reagiert, indem sie neue Arten von