Die Mozilla Foundation hat eine unabhängige Cybersicherheitsfirma damit beauftragt, zehn der beliebtesten vernetzten Spielzeuge dieses Jahres zu prüfen, die repräsentativ für den Markt vernetzter Spielzeuge sind. Ihre praktischen Tests haben erhebliche Sicherheitslücken aufgedeckt, aber auch viele Möglichkeiten, wie Sie Risiken reduzieren und die Kontrolle über Ihre Daten und die Ihrer Kinder behalten können. Hier erfahren Sie, wie das geht.
1. Ändern Sie die Standardeinstellungen
Ihre Kinder werden (verständlicherweise) mit einem Spielzeug spielen wollen, sobald es aus der Schachtel kommt. Aber übergeben Sie es nicht einfach mit den Werkseinstellungen. Machen Sie es zu einem Ritual zu Hause, das Spielzeug gemeinsam auszupacken und einzurichten. Das sollten Sie tun:
- Wenn das Spielzeug ein Passwort hat, ändern Sie es in ein starkes Passwort. Vielleicht wählen Sie es gemeinsam mit dem Kind aus, um sicherzustellen, dass es einzigartig und komplex ist. Schalten Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein, falls verfügbar.
- Wenn das Spielzeug nach persönlichen Daten (Namen, Geburtstage) fragt, nutzen Sie fiktive Angaben.
- Wenn das Spielzeug ohne Internet funktioniert, lassen Sie es offline. Wenn Sie online gehen, nutzen Sie ein gesichertes WLAN.
- Lehnen Sie unnötige Datenerfassung ab. Deaktivieren Sie zum Beispiel zusätzliche Personalisierung.
Bevorzugen Sie die Datenverarbeitung auf dem Gerät gegenüber der Cloud.
Deaktivieren oder beschränken Sie Kameras (vielleicht gibt es sogar eine Abdeckung), Mikrofone, Chat-Funktionen und die Standortfreigabe. Stellen Sie sicher, dass diese Funktionen nach dem Spielen wirklich aus sind (nicht nur im Ruhemodus).
Richten Sie automatisierte Sicherheitsupdates ein.
Unsere Prüfung zeigte, dass die größten Risiken bei SD-Speicherkarten, Kameras, Mikrofonen, Bluetooth und GPS-Ortung lagen. Wenn Ihr Spielzeug diese Funktionen hat, entscheiden Sie bewusst, was Sie an- oder ausschalten.