Creative Futures: Counterstructures

Ein Residenzprogramm für kreative Technologen, um neue kulturelle F&E für KI prototypisch zu entwickeln.

Eine Gruppe stehender Personen im Gespräch

Über das Programm

Creative Futures: Counterstructures (CFC) ist das 10-wöchige Residenzprogramm der Mozilla Foundation für kulturelle Forschung & Entwicklung (F&E), bei dem kreative Technologen und Communities zusammenkommen, um alternative technische Infrastrukturen zu erdenken, zu testen und zu bauen.

Durch kritische Lernsitzungen, praxisorientierte Workshops, kollaboratives Spiel und eine öffentliche Ausstellung werden die Residenten experimentelle Gegenstrukturen entwerfen und prototypisch entwickeln – kulturelle Artefakte, Installationen und Werkzeuge, die vorherrschende Technologiesysteme hinterfragen und neu rahmen.

Kulturelle F&E

Was wäre, wenn wir kreative Communities fragen würden, welche Art von Technologie sie wollen – und diese dann auch bauen würden? In unseren „Imaginative Intelligences Assemblies“ bringen die Mozilla Foundation und das Berggruen Institute Communities zusammen, um Designprinzipien für KI zu formulieren, die Kreativität in den Mittelpunkt stellen. Die Counterstructures-Residenzprogramme verwandeln diese Prinzipien anschließend in greifbare kulturelle Artefakte, Installationen und Werkzeuge.

Jedes Residenzprogramm bezieht sich auf eine andere „Imaginative Intelligence“: Bei tiat entwickelten die Resident*innen Prototypen basierend auf acht Designprinzipien, die gemeinsam mit Künstler*innen und Kreativen aus Hollywood erarbeitet wurden. Bei Rhizome hingegen griffen die Resident*innen die Prinzipien der Commons auf, die von unseren globalen Futurist-Communities formuliert wurden.

Ein gelbes Blatt Papier auf einem Tisch

Bisherige Residenzprogramme

tiat – San Francisco

In unserem ersten Residenzprogramm, das gemeinsam mit tiat veranstaltet wurde, wurden kreative Technolog*innen gebeten, kulturelle Infrastrukturen als Reaktion auf die Designprinzipien von Hollywoods 8 Regeln für KI prototypisch zu entwickeln. Die daraus resultierenden Artefakte stellten Human-in-the-Loop-Kreation, kreative Reibung, Transparenz, Datenherkunft, Langsamkeit und die Verantwortung für das Ökosystem in den Vordergrund.

Zu den Abschlussarbeiten gehörten die Installation eines schlagenden Herzens, das auf menschliche Interaktion reagiert, ein mikrobenbetriebener KI-Hardware-Prototyp und eine iterative Performance, bei der sich Lyrik durch das Feedback des Publikums weiterentwickelte. Während des gesamten Residenzprogramms nahmen über 300 KI-Forscher*innen, Ingenieur*innen, Künstler*innen und Student*innen am öffentlichen Programm und der Abschlussausstellung teil.

Rhizome – New York City

Unser Residenzprogramm „Counterstructural Commons“ in Zusammenarbeit mit Rhizome untersuchte, wie Künstler*innen Alternativen zu zentralisierten technologischen Systemen aufbauen können. Basierend auf den Prinzipien der Commons befasste sich die Residenz mit dem Spannungsfeld zwischen Offenheit und Extraktion: Wie kann man sich für offene Commons einsetzen und gleichzeitig anerkennen, dass Offenheit Künstler*innen auch anfällig für Scraping und Ausbeutung gemacht hat?

Die Resident*innen arbeiteten wöchentlich in den Büros von Rhizome in Lower Manhattan und entwickelten Gegenstrukturen, die Leitprinzipien in den Bereichen Community-Governance, technologische Selbstbestimmung (Agency), Commoning, Konsens, Mensch-KI-Beziehungen und ökologische Verantwortung aufgriffen. Die Abschlussprojekte wurden im New Museum öffentlich präsentiert.

Programmdetails

Wer nimmt teil?

Dieses Residenzprogramm richtet sich an kreative Technolog*innen und multidisziplinäre Künstler*innen, die Technologie als Medium für kulturelle Untersuchungen nutzen. Die Teilnehmenden bringen kritische Perspektiven, forschungsorientierte Praktiken und kollaborative Ansätze für neue Werkzeuge mit. Die Erfahrung mit KI kann auf Anfänger- oder Fortgeschrittenenniveau sein, aber gewisse Grundkenntnisse im Programmieren sind erforderlich.

Was erhalten die Resident*innen?

  • 2.500 $ (USD): 2.000 $ Stipendium + 500 $ Materialbudget
  • Wöchentliche Arbeitssitzungen vor Ort.
  • Gastvorträge von Expert*innen aus den Bereichen Kunst, Technologie und Community-Design.
  • Veröffentlichung der Abschlussprojekte in einem gemeinsamen Dokumentationsbericht.

Was machen die Resident*innen?

Ein Artefakt als Prototyp entwickeln: Entwickeln Sie eine Gegenstruktur – ein Artefakt, eine Installation, ein System, ein Kunstwerk oder ein Werkzeug – für eine öffentliche Ausstellung. Die Projekte sollten mindestens eines der Leitprinzipien aufgreifen, die spezifisch für die Residenz-Ausschreibung sind und in der jüngsten „Imaginative Intelligences“-Assembly erarbeitet wurden. Sie finden diese Prinzipien im Bewerbungsformular.

Am Programm teilnehmen: Beteiligen Sie sich an Zuhören, Lesen, Austausch, Workshops und moderierter Kritik. Die Resident*innen testen Ideen mit Peers und Community-Mitgliedern und erhalten Zugang zu Publikum und Räumen, um die Arbeit zu verfeinern, zu iterieren und zu vertiefen.

Dokumentieren und reflektieren: Verfassen Sie einen Bericht von 750 Wörtern, der die Entwicklung, den Prozess und die Erkenntnisse des Projekts festhält. Die Dokumentation trägt zum „Creative Futures Counterstructures“-Bericht und zum Online-Archiv bei.

Präsentieren: Teilen Sie Ihre Arbeit im Rahmen einer Abschlusspräsentation mit einem öffentlichen Publikum.

So bewerben Sie sich

Derzeit laufen keine Residenzprogramme. Halten Sie sich über unsere offenen Ausschreibungen und Ausstellungstermine auf dem Laufenden.